Preise

Gültig ab 1. Januar 2021

In der Potteria:

Jeder Keramik­maler zahlt pro Maltermin eine Malpau­schale von € 12,00 pro erwachsene Person, Kinder zahlen nur € 10,-.
(Bisher betrug die Malpau­schale € 15,- bzw. € 10,-, ab sofort wird das Brennen und Glasieren aber über den Keramik­preis abgerechnet)

Dafür kannst du an einem Tag im Rahmen der Öffnungszeit malen, beliebige Farben verwenden und eine herrliche kreative Zeit bei uns verbringen.

Die Kosten für Rohke­ra­miken variieren von Modell zu Modell und liegen etwa zwischen 4 und 45 Euro pro Teil – je nachdem wie groß oder aufwendig sie sind. Die anschlie­ßende Weiter­ver­ar­beitung deiner Keramik, also Glasieren und Brennen, ist schon im jewei­ligen Keramik­preis enthalten.

Begleit­per­sonen von kleineren Kindern, die noch nicht alleine malen können, zahlen lediglich € 7,50 für einen Sitzplatz in der Potteria.

Zuhause:

Wenn du zuhause malst, also nicht an einem Mal-Event in der Potteria teilnimmst, sparst du die Malpau­schale. Dafür musst du aller­dings die Farben, die du in gewünschter Nuance und Menge auswählst, extra bezahlen – und natürlich deinen gemüt­lichen Malplatz zuhause selber herrichten.

Du zahlst also den Preis für die Farben sowie den Preis für die Keramik, die du dir aussuchst. Darin sind die Glasur-, Brenn und Arbeits­kosten enthalten.

Wie setzt sich der Preis für eine Keramik zusammen?

  • die Rohke­ramik an sich
  • die Glasur und die sorgfältige Handarbeit des Glasierens, Aufstellung zum Trocknen und anschlie­ßende manuelle Reinigung des Stellrands
  • der Brenn­vorgang: 24 Stunden im Spezial-Ofen, von Hand mit Sorgfalt ein- und ausge­räumt, Energie­kosten für das stunden­lange Aufheizen bis über 1000 Grad

Wie du sicher nachvoll­ziehen kannst, ist die weitere Verar­beitung deiner bemalten Keramik recht aufwendig. Sie wird nicht extra berechnet, sondern ist im Preis der Keramik enthalten.

Wenn du deine Keramik fertig bemalt hast, fängt für uns die Arbeit erst richtig an.

Jedes Werk durch­läuft jetzt noch einen aufwen­digen Vered­lungs­prozess, der dazu führt, dass deine Keramik überhaupt erst im Alltag verwendet werden kann und sogar spülma­schi­nen­tauglich wird.

Die Kosten für diesen Aufwand (Glasur, Strom, Arbeits­aufwand) sind im Preis deiner Rohke­ramik bereits erhalten. Damit du weißt, warum Keramik­be­malen seinen Preis hat, zeigen wir dir alle Stationen des Arbeitsprozesses.

Hier siehst du unseren profes­sio­nellen Keramikofen mit einem großen Fassungs­ver­mögen. Ohne ihn wäre die Potteria und all die wunder­schön glänzenden, handbel­malten Keramiken nicht denkbar.

Zunächst müssen alle Keramiken von Hand glasiert werden.

Dazu nehme ich (oder eine meiner Kolle­ginnen) jedes Teil in die Hand und überprüfe es auf Fehler, z.B. sich lockernde Farbkrümel oder Verschmut­zungen, und prüfe, ob der jewei­ligen Maler das Werk auch signiert hat.

Mit Hilfe der Glasurzange tauche ich die komplette Keramik behutsam in einen Bottich mit Flüssig­glasur. Dabei muss ich achtsam und ohne Zeitdruck arbeiten, damit die Glasur schön gelingt. (Wenn ich alle Keramiken von einem Wochenende glasiere, kann das schon ganz schön lange dauern…)

Die Glasur muss gut von der Keramik ablaufen und abtropfen. Geduld…

Vorsichtig stelle ich die glasur­nassen Keramiken eine nach der anderen auf vorbe­rei­teten Abtropf­gittern ab. Hier müssen sie trocknen, bevor ich sie anfassen und weiter­ver­ar­beiten darf. Geduld…

Augen auf bei der Kontrolle: ist alles gut geworden?

Bei Ungleich­mä­ßig­keiten bessere ich mit dem Pinsel vorsichtig noch etwas aus. Es sollten auch keine Glasur­seeen entstehen, falls doch, beseitige ich sie auf diese Weise.

Alles getrocknet…

Natürlich befindet sich nun auch Glasur auf dem unteren Stellrand der Keramik. Sie muss entfernt werden, damit das Teil nicht an der Ofenplatte festklebt. Sonst geht sowohl die Keramik als auch die Oberfläche der Ofenplatte kaputt. (Aus genau dem gleichen Grund ist der Stellrand auch bei indus­triell herge­stellten Keramiken und Porzel­lan­sachen immer offen und rau).

Nun ziehe ich jede glasierte und getrocknete Keramik mit dem Stellrand über ein feuchtes Tuch, um die wasser­lös­liche Glasur vorsichtig davon zu entfernen. Den Erfolg prüfe ich jedes Mal mit kriti­schem Blick.

Wenn alle Teile glasiert und gesäubert sind, beginne ich, den Ofen zu befüllen. Dabei beginne ich bei der aller­un­tersten Platte und achte peinlichst darauf, dass sich keine Teile berühren oder an den Ofenrand kommen. Auf eine Lage kommen immer in etwa ähnlich hohe Keramiken, damit kein Ofenplatz verschenkt wird.

Pro Etage platziere ich 3 gleich hohe Brenn­stützen und lege die nächste schwere Platte darüber. Diese wird nach dem gleichen Prinzip mit Keramiken und Stützen voll gestellt. Die nächste Platte wird aufgesetzt.

So fülle ich Etage um Etage, bis der Ofen bis oben voll ist. Das ist wichtig, damit wir keine Energie verschwenden.

Der Ofen läuft 24 Stunden lang, heizt stündlich bis auf über 1000° Celsius auf, hält die Hitze eine Zeit lang und heizt dann wieder ganz langsam runter.

Nach 24 Stunden mache ich den Ofen aus und freue mich über den herrlichen Anblick. Die noch recht warmen Keramiken räume ich eine nach der anderen vorsichtig aus und überprüfe sie. Dabei trage ich Etage um Etage ab (zum Glück bin ich sehr stark;-)).

Für die letzte Etage brauche ich ganz schön lange Arme…

Jetzt ist deine Keramik abhol­bereit. Und du weißt nun auch, was zwischen deiner Mal-Leistung und dem Abholen noch alles passiert ist, damit dein Werk nun so schön glänzt und lebens­mit­telecht ist.