Der Kleine Bär fragte sich, was Weihnachten bedeutete. Er konnte sich noch genau an das letzte Weihnachten erinnern. Die ganze Familie hatte sich am Heiligen Abend, dem 24. Dezember, versammelt. Alle hatten sich sehr schön gemacht und es gab viele Geschenke. Das ganze Haus duftete nach Zimt und Weihnachts­plätzchen. Besonders beein­druckt hatten ihn der bunt geschmückte Weihnachtsbaum und die vielen Kerzen.

Heute, am Nachmittag des 1. Dezembers, hatte ihm Oma Bär von Weihnachten erzählt. Sie sagte, dass nun die Adventszeit beginne und man sich nun mit jedem Tag ein wenig mehr auf Weihnachten freuen könne. Und da der Kleine Bär nun schon ein großer Kleiner Bär war, erzählte sie ihm die Weihnachtsgeschichte.

Der Kleine Bär hatte den Erzäh­lungen von Oma Bär gespannt gelauscht. Nun konnte er endlich verstehen, warum sich jeder auf Weihnachten freute. Das Jesuskind war einst am 24. Dezember geboren worden und noch heute erinnerte man sich jedes Jahr mit ganz viel Liebe im Herzen an diesen glück­lichen Tag. Oma Bär hatte Weihnachten deshalb auch das „Fest der Liebe“ genannt und von dem leuch­tenden Stern erzählt, der über der kleinen Krippe in Bethlehem gestanden und der ganzen Welt die frohe Botschaft verkündet hatte. Sie sagte, dass alle sehr glücklich gewesen waren über das kleine Jesuskind. Jeder hatte gespürt, dass dieses Kind etwas ganz beson­deres war. Und als das Jesuskind dann groß geworden war, hatte es sehr viel Gutes für die Menschen getan, die es alle liebte.

Der Kleine Bär konnte für den Rest des Tages an gar nichts anderes mehr denken, als an die Weihnachtsgeschichte.

Dann kam der Abend und der Kleine Bär ging frisch gebadet und mit geputzten Zähnen ins Bettchen. Und kaum war der Kleine Bär einge­schlafen, da schlüpfte ihm ein Traum zum Öhrchen hinein. Darin erinnerte sich der Kleine Bär an seine eigene Geburt, von der man ihm so viel erzählt hatte. Alle Tiere waren gekommen, um den kleinen, neuge­bo­renen Kleinen Bären zu sehen, der in einer klaren Mondnacht zur Welt kam. Und alle fühlten, dass er ein ganz beson­deres Bärchen war und alle hatten ihn sofort sehr lieb.

In den Augen seiner glück­lichen Mama und seines stolzen Papas funkelten feuchte Sterne. Sie verkün­deten der Welt von der großen Freude und Liebe zum Kleinen Bären – wie der Stern von Bethlehem. Der Kleine Bär erinnerte sich daran, wie seine Mami ihn im Arm gehalten und voller Liebe angeschaut hatte. Schon damals hatte er ihre Liebe gespürt und das Herzchen war ihm ganz warm geworden.

Als der Kleine Bär am nächsten Morgen aufwachte, konnte er sich an seinen Traum kaum noch erinnern, aber er hatte plötzlich begriffen, was das Fest der Liebe bedeutete. Mindestens so, wie er sich auf seinen eigenen Geburtstag freute, würde er sich nun auf das Weihnachtsfest freuen. Und weil das Jesuskind so viel Gutes getan hatte, nahm er sich fest vor, in der Adventszeit auch ganz viel Gutes zu tun.

Als er dies Oma Bär erzählte, schaute sie ihn ganz glücklich an und sagte ihm, er solle immer auf sein Herzchen hören. Der Kleine Bär lauschte ihren Worten. Er freute sich, weil auch die Oma Bär etwas ganz beson­deres für ihn war und er ihre große Liebe spürte.

1 Kommentar
  1. Nina Kamischke
    Nina Kamischke sagte:

    Liebe Babette, ein schöner Einstieg in die Adventszeit. Super schöne Idee, wir freuen uns auf die nächsten 23 Tage mit deiner Geschichte. LG Nina und Mia

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